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Geschichte

Am 25.04.1895 gründeten verantwortungsbewußte Einwohner der Stadt die Freiwillige Feuerwehr Ketzin, der 30 Bürger beitraten.

 

Im Jahre 1910 begann man mit dem Bau des Feuerwehr-Depots, dass am 01.12.1912 eingeweiht werden konnte. Den Feuerwehrmännern stand zunächst eine Handdruckspritze zur Verfügung, die mittels Pferdegespann zur Brandbekämpfung ausrückte. Später wurde eine Motorspritze in Dienst gestellt, zu deren Transport ein Motorfahrzeug zur Verfügung stand.

 

Einweihung 01.12.1912

 

Nach dem 2. Weltkrieg fanden sich 18 Kameraden, die die Feuerwehr neu formierten. Da das Zugfahrzeug nicht mehr vorhanden war, musste man zunächst wiederum auf Pferdebespannung zurückgreifen. Später wurden LKW oder Traktoren zum Transport der Spritze eingesetzt.

 

In den 50er Jahren stand der Feuerwehr ein "Magirus" Löschfahrzeug zur Verfügung. Diesem folgte ein 3-achsiger Mannschaftswagen der Marke "Krupp". 1959 erhielt die Wehr einen "Garant" K30 LF8, der, nachdem er 1982 durch einen "Robur" LO LF8 abgelöst worden war, weiterhin in Falkensee, danach Tremmen und später in Etzin Verwendung fand. Letztendlich kehrte er wieder nach Ketzin im Jahre 1996 zurück und wurde 6 Monate repariert und weitestgehend in den Orginalzustand versetz. Damit verfügten die Ketziner Feuerwehrleute über einen nahezu 40 Jahre alten einsatzfähigen "Oldtimer".

Leider konnte dieser nur einige Jahre bei uns verbringen, da wir erhebliche Platzprobleme für die andere Feuerwehrtechnik hatten, sodass wir diesen verkaufen mussten.

 

Garant K30 LF8

 

LF8 Robur LO

 

Nach dem Mauerfall nahm das Aufkommen und die verschiedenen Einsatzaufgaben drastisch zu, sodass wir im Jahre 1991 ein weiteres Fahrzeug vom Typ IFA W50 LA TLF 16 erhielten, der über 2000 Liter Löschwasser mitführte. Besonders in den letzten Jahren verlagerte sich das Einsatzgebiet der Wehr auf die Straßen in der Umgebung der Stadt, da die Verkehrsunfälle in erschreckendem Maße zunahmen. So musste die Wehr im 1.Halbjahr 1997 bereits 37mal zu Hilfeleistungen ausrücken. 

 

Im Dienst von 1991-2012

 

Da sich das Einsatzaufkommen auch immer mehr auf die Havel verlagerte, erhielten wir 1994 gleich 3 neue Geräte für Ölunfälle auf dem Gewässer vom Landkreis Havelland zur Verfügung gestellt. Jetzt war unsere Zuständigkeit auf der Havel vom Deetzer-Knie bis zur Schleuse Schönwalde-Glien. Diese 3 Geräte bestanden aus einen Ölsperren-Anhänger, Ölseperator und einem Schlauchboot.

 

Ölseperator          Ölsperren

Schlauchboot

 

Im Jahre 1997 entschieden sich dann unsere Stadtväter, dem Stand der Technik Schritt zuhalten und kauften für 450.000 DM (250.000 DM vom Kreis und 200.000 Eigenanteil/Infrastrukturfond der MEAB) ein neues Löschfahrzeug vom Typ Mercedes Benz LF8/6, was noch Heute Treue Dienste leistet. Mit modernster Technik an Hydraulischem Rettungsgerät aber auch für die Brandbekämpfung, erleichterte sich der Einsatzdienst für die Kameraden erheblich. Da weiterhin Platzmangel herrschte, wurde der LO "Robur" LF8 an die Ortswehr Zachow/Gutenpaaren verkauft, wo er auch weiterhin noch einige Jahre Treue Dienste leistete.

 

LF 8/6 (2-42-1)

 

1998 erhielten wir aus Spenden der MEAB und Verkauf des LF8 LO Robur an die Ortswehr Zachow/Gutenpaaren einen gebrauchten Transporter vom Typ VW T4, der in Eigenleistung als Einsatzleitwagen umgebaut wurde.

 

MTF

 

Im November 1998 war es dann endlich soweit, nach jahrelanger Planung, erhielten wir endlich den ersehnten Anbau  mit 2 Fahrzeughallen, Büro der Ortswehrführung und einer Kleiderkammer, die von den Kameradinnen und Kameraden in Eigenleistung ausgebaut wurde.

 

Anbau

 

Anbau

 

Anbau

 

Viel Zeit verbrachten die Feuerwehrleute mit der Pflege und Wartung ihrer Fahrzeuge, Geräte und Ausbau des Depots. 1960 wurde eine Waschrampe gebaut und ein Teil des Außengeländes betoniert. 1962 schufen sie sich einen Aufenthalts- und Schulungsraum, der in den Jahren 1968/69 erweitert wurde.

Großen Anteil an den Vorbereitungen und Ausführungen dieser freiwilligen Arbeitsleistungen hatte Bezirksschornsteinfegermeister Karl Fels, der von 1959 bis 1962 und von 1967 bis 1975 als Wehrleiter fungierte. Mit seinem großen Engagement für die Belange der Feuerwehr trug er wesentlich dazu bei, dem kameradschaftlichen Zusammenhalt in der Wehr und die Einsatzbereitschaft der Kameraden zu fördern. Ausdruck dessen ist sicherlich, dass viele der jetzigen Feuerwehrleute bereits die Gruppe "Junge Brandschutzhelfer" die 1965 gegründet worden war, angehörten und bis heute "ihrer" Wehr treu geblieben sind.

 

Im Jahre 1984 wurde erstmals unter dem Wehrleiter Wilfried Leß eine Frauengruppe ins Leben gerufen, die zwar nicht Aktiv am Einsatzgeschehen teilnahmen aber die Kameraden in jeder Hinsicht unterstützten. Einige Frauen sind noch Heute dieser Frauenabteilung treu geblieben und unterstützen die Wehr bei Veranstaltungen aber auch bei Einsätzen die länger dauern, mit Verpflegung der Kameraden.

 

Gruppenfoto

 

                Ehren-Oberbrandmeister

      

 

Ortswehrführer seit Gründung
Von Bis Name
1895 1920 Friedrich Wolf
1921 1940 Willi Kühne
1941 1958 Fritz Stenzel
1959 1962 Karl Fels
1962 1967 Klaus Völzke
1967 1975 Karl Fels
1975 1982 Heiner Irmer
1982 1988 Wilfried Leß
1988 1999 Klaus Fundke
1999 2003 Thomas Fundke
2003 2015 Jens Kiefel
2016 ??? Steffen Vogeler

 

 

Gruppenfoto

 

Bau Schulungsräume

 

Bau Schulungsräume

 

Bau Schulungsräume

 

Bau Rampe

 

Belastungsprobe erbauter Rampe

 

Festumzug durch Altstadt

 

Spritzenwagen

 

Einsatz unter Atemschutz

 

Baumfällung jetzige Rathausstr.

 

Baumfällung jetzige Rathausstr.